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Pyrenäen (West) / El Pirineo (Oeste) / Les Pyrénées (Ouest) / Pyrenees (West) 2015

 

lizenzfreie Musik von Jamendo:

 

V o r b e r i c h t

Die Entscheidung die Pyrenäen innerhalb von 2 Jahren ein weiteres Mal zu fahren, hatte nicht so lange gedauert. Sie war eigentlich schon vor der Tour Frankreich 2014 gefallen und war die logische Konsequenz aus der Tour Pyrenäen 2013. Nicht erst bei der letztgenannten Tour stellten wir fest, dass du in 6 Fahrtagen nur einen Ausschnitt von dem mitnehmen kannst, was dir die Pyrenäen zum Motorradfahren bieten. 2013 war es eben der Ausschnitt Pyrenäen-Ost den wir versuchten durchzuackern. Obwohl wir dort auf ca. 2400 km etliche Pässe und Neues gefahren sind, mussten man vieles an Strassen dennoch "liegen lassen".

2015 will man seine Kenntnisse über den westlichen Teil der Pyrenäen noch weiter vertiefen. Die Touren, die uns 2008 und 2010 dorthin führten, konnten da nur an der Oberfläche kratzen, weil sie sich auf nur wenige Fahrtage in dem Bereich beschränkten. Wir wollens auch deshalb noch mal richtig wissen und werden versuchen zu fahren, was geht. Die möglichen Touren dort lassen "Schreckliches" an Kurvenverläufen, Landschaft u.a. erwarten.

Das Thema Teamzusammensetzung wird auch diesmal wieder spannend werden. So kurz nach der fulminanten letzten Tour in Frankreich, gibt es zwar schon wieder ein Kernteam, allerdings ist der eine oder andere noch unentschlossen. Der Leidensdruck wird spätestens in der fahrfreien Zeit über den Winter wieder ziemlich groß werden, wenn man weiß, dass man bei einer Tour neben so namhaften Pyrenäenpässen wie Aubisque, und natürlich Tourmalet, auch die Cirques (Gebirgskessel) de Gavarnie/Troumouse fahren könnte. Schließlich hält auch die spanische Seite der Pyrenäen etliches an Überraschungen bereit. Nachdem Einige hier noch richtigen Nachholbedarf haben, wird sich wohl das bekannte Kernteam und einige "Ergänzungsfahrer" an die Tour wagen.

Man sollte jedoch nicht den Fehler begehen und die Erfahrungen aus der letzten Frankreichtour als Maßstab an die Tour Pyrenäen-West 2015 anlegen. Es wird wieder eine ganz andere Tour werden.

02.09.14: Anmietung eines Fahrzeuges Bikertransit (ein weiteres auf Reserve)

17.09.14: Tourzusagen Don (Maddin) und Hombre (Wolfi)

30.10.14: Hotel gebucht für 4 Mitfahrer

16.06.15: 4ter Mitfahrer gefunden. Patrick P. wird zum ersten Mal dabei sein.

 

 P l a n u n g 

(Stand: 20.08.2014)

  von nach Tourenkilometer   Übernachtung
1. Tag Nürnberg Pyrenäen   Anfahrt  
2. Tag Nürnberg Pyrenäen 110 - 220 km Anfahrt/Warm Up
 
3. Tag     ca. 410 km Tour West1
 
4. Tag     ca. 400 km Tour Nord1
 
5. Tag     ca. 440 km Tour Ost
 
6. Tag     ca. 470 km Relax/Tour West2
 
7. Tag     ca. 335 km Tour Süd
 
8. Tag     ca. 420 km Tour Nord2
 
9. Tag Pyrenäen Nürnberg   Rückfahrt  
10. Tag Pyrenäen Nürnberg   Rückfahrt  
      Gesamt: ca. 2500 km    

 


 

 

W i r   s i n d   u n t e r w e g s   !

 

Die nächsten Kurven gibts ab Samstag . . .

 

 Stand: 04.09.15


 

W i r   s i n d   z u r ü c k   !

 

14.09.15: Bikertransit in Erlangen abgegeben

Stand: 13.09.15


  Pyrenäen 2015 - die Touren 

 

 

Infobox: 

Pyrenäen / El Pirineo / Les Pyrénées / The Pyrenees 2015

Datum
Tour Tourenkilometer
Fr., 04.09.15 Anfahrt Nürnberg - Belfort
*(ca. 470 km)*
Sa., 05.09.15 Anfahrt Belfort - Sabiñanigo/WarmUp
*(ca. 1150 km)*/ca. 130 km
So., 06.09.15 Tour West 1
ca. 270 km
Mo., 07.09.15 Tour Süd
ca. 135 km
Di., 08.09.15 Tour West 2 ca. 370 km
Mi., 09.09.15 Tour Ost
ca. 515 km
Do., 10.09.15 Tour West 3
ca. 400 km
Fr., 11.09.15 Tour Nord
ca. 385 km
Sa., 12.09.15 Rückfahrt Sabiñanigo - Port Leucate - Belfort
*(ca. 1300 km)*
So., 13.09.15 Rückfahrt Belfort - Nürnberg
*(ca. 470 km)*
  7 Übernachtungen in Sabiñanigo Gesamt ohne *: ca. 2200 km

 

Tourenteilnehmer/Viajeros/Compagnons de vojage/Passengers:

"Kurven oder Mittach?"

 v.l.n.r.: Kalle L. (BMW R 1150 GS), Patrick P. (BMW R 1000 RS), Wolfgang P. (Honda Fireblade, 2007)., Martin R. (BMW R 1200 GS, 2010)

 

Fotos Pyrenäen 2015 

 

Tourenbericht Pyrenäen 2015

„Kurven oder Pause/Mittag/Essen?“

Die Frage, in ihren Varianten so herum gestellt, nimmt die Antwort eigentlich schon vorweg. Aber an dieser Frage orientierte sich unsere diesjährige 10-Tage-Tour in den westlichen Pyrenäen. Wir hatten uns schließlich wieder mal vorgenommen, das Maximale aus diesem Teil der Pyrenäen rauszukratzen. Die Voraussetzungen auf große Pausen bzw. Mittagessen verzichten zu können, standen gut, weil wir zum Einen in unserem Hotel, dem Villa Virginia Sabiñánigo, auf ein vielseitiges Frühstück zugreifen konnten. Zum Anderen sollte nach der jeweiligen Tourrückkehr das eine oder andere ausgiebige Menu für unser allgemeines Wohlbefinden sorgen.

Auch dieses Mal griffen wir zur An- und Rückreise wieder auf das ausgereifte Konzept der Firma Bikertransit zurück. Das bestellte Fahrzeug stand am Abfahrtstag wie gewohnt bei der Übergabestation in Erlangen für uns bereit.

Die geplanten Touren selbst sollten eine gute Komposition aus Kurven und Landschaft werden. In den westlichen Pyrenäen, speziell in den Regionen Aragonien, Navarra und in ihren Hochlagen auf der französischen Seite (Departements Haute-Pyrénées/Pyrénées-Atlantiques), sollten wir dafür ideale Bedingungen vorfinden. Schließlich hatte man bei den vergangenen Pyrenäentouren, diese Bereiche aufgrund mangelnder Zeit nur oberflächlich ankratzen können. Sabiñánigo sollte diesmal als Basisort für die geplanten Touren dienen. Der Ort selbst wurde durch den Bau der Verbindung Sabiñanigo - Fiscal zum äußerst attraktiven Ausgangspunkt für die Touren.

Wieder einmal ergab ein genauerer Blick ins einschlägige Kartenmaterial, dass vergangene Touren kombiniert mit damals ausgelassenen, bzw. unbekannten Strecken für ganz neue Fahrerlebnisse sorgen sollten. Dass dabei die außergewöhnliche Landschaft mit den außergewöhnlichen Kurvenmomenten zusammenpassen . . . ist eigentlich gar nicht notwendig, wenn die Abfolge der Eindrücke mit denen du befeuert wirst, derart stark ist.

Alle Planung ist graue Theorie. Dies zeigte sich auch wieder bei dieser Pyrenäentour. Unplanbare Ereignisse nehmen starken Einfluss auf theoretische Konstrukte. Mit einem homogenen aber trotzdem flexiblen Team, behaupte ich, packst du jede Situation. So sollten wir von den sieben „am Tisch“ geplanten Touren nur wenig tatsächlich genau so fahren, wie sie auf dem Papier standen. Aber an die Situation angepasst sind wir trotzdem Einiges gefahren . . . anders halt. Dazu aber gleich mehr.

"Feuer frei" für den Bericht zur Tour Pyrenäen-West . . .

 

1./2. Tag - Freitag/Samstag, 04./05.09.2015

Anfahrt Nürnberg – Sabiñánigo/Tour-WarmUp

Um 17.00 Uhr konnten wir an dem Tag unseren Transporter in Erlangen in Empfang nehmen und ab 18.00 Uhr bereits mit dem Aufladen beginnen. 

Urheberrecht M. Rösel

Die Motorräder waren schnell verzurrt und das zusätzliche Gepäck zwischen den Mopeds platziert. Daumen hoch für das Konzept Bikertransit. Nach einem kleinen Abendschmaus im Kreise unserer Lieben, ging es gegen 20.00 Uhr gen Pyrenäen.

Die gesamte Anfahrt in die Pyrenäen verlief von unserer Seite ohne nennenswerte Zwischenfälle. Kurze Kurze Irritation gab es allerdings, als bei der Auffahrt zum Bielsa-Aragnouet-Tunnel die elektronische Hinweistafel in Saint-Lary-Soulan gesperrt “cerrado/fermé/closed“ anzeigte. Bei einer Pause wurde telefonisch Kontakt mit der "Hotline zu Hause" aufgenommen. Die Meldung konnte über die Seite des Tunnelbetreibers als Falschmeldung entkräftet werden. Eine tatsächliche Sperrung des Tunnels hätte auf unserem Weg nach Sabiñánigo einen Umweg von mehr als 200 km bedeutet, weil man entweder über das Aran-Tal im Osten oder über den Pourtalet-Pass (Coll du Pourtalet) im Westen hätte fahren müssen.

Urheberrecht M. Rösel

Bereits bei seiner ersten Überquerung der Pyrenäen konnte unser Neuling Patrick feststellen, was hier kurventechnisch gehen könnte.

Man freute sich schon auf das neu gebaute Stück Nationalstraße zwischen Fiscal und Sabiñánigo. Dieser neue Teil der N-260 den man auf knapp über 20 Kilometern theoretisch in einer viertel Stunde fahren kann, verkürzte die Strecke zwischen Ainsa und Sabiñánigo, die man früher nur über den Cotefablo-Pass (Col de Cotefablo) im Norden oder im Süden über den Serrablo-Pass (Puerta de Serrablo) hatte fahren können, um mindestens die Hälfte der Kilometer und der Zeit. Für den Ritt auf dem Bikertransit ideal, als Motorradfahrer wird man wegen der möglichen Kurvenlagen die anderen Optionen bevorzugen. Kurz vorm unserem Ziel kam es jedoch zu einer halbstündigen geplanten Verzögerung. Bei Yebra de Basa hatte man wegen einem Fahrradzeitfahren die komplette Strasse in beiden Richtungen gesperrt. So kamen wir nach kanpp 17 Stunden Fahrzeit gegen 13.00 Uhr endlich an unserem Ziel in Sabiñánigo an.

Die Formalitäten im gebuchten Hotel Villa Virginia waren schnell erledigt. Zu unserer Freude waren der Stellplatz für den Bikertransit, sowie eine eigene Garage für die Bikes in einem videoüberwachten Bereich kostenlos.

Wie sollte man jetzt die Zeit bis zu einem möglichen Abendmenu, dass in Spanien ja bekanntlich erst ab 20.00 Uhr beginnt, verbringen? Genau, mit einer sogenannten WarmUp-Tour.

Man einigte sich auch gleich noch gegen 16.00 Uhr in die Runde zu starten. Diese sollte uns zunächst von Sabiñánigo nach Fiscal und dann als Höhepunkt mit einem Ritt über den Cotefablo-Pass nach Biescas bringen. Eigentlich wollte man es zunächst langsam angehen. Wer allerdings das Stück der N-260 zwischen Broto und Biescas kennt, der wird verstehen, dass es bei dem einen oder anderen schnell mit der „Contenance“ vorbei war und einem angesichts der Kurvenlagen, der auf deutschen Straßen arg malträdierte Einzeller heißläuft, und schließlich auch durchbrennt. Gibts da nicht noch ne Tunneldurchfahrung am Pass? In Biescas angekommen gabs erstmal ein “Ausgrinsen“.

Nachdem sich die Gesichtsmuskulaturen fast wieder in ihre natürliche Position zurück gezogen hatten, zog es uns weiter Richtung Norden. Man wollte die Stauseen (Embalse) Búbal und Lanuza, welche den Fluss (Rio) Gallégo kurz an seinem Abfluss gen Süden hinderten, an deren Ostseite umfahren. Die Michelin-Karte 574 Regional España wies da kleine, feine Straßen aus, deren Befahrung sich zumindest landschaftlich lohnen sollte.

Nach ca. 2 Stunden fand man sich wieder im Hotel ein.

Fazit: Die WarmUp-Tour hatte uns gleich mit den richtigen Eindrücken in die kommenden Tourtage versorgt.

 

3. Tag - Sonntag, 06.09.2015

Tour Pyrenäen-West1

Für diesen Tag hatten wir vereinbart, sollte es eine Tour bis in die Region Navarra und das angrenzende Frankreich geben. Die Überlegung war, uns gleich mal ein kleines Tourbrettchen von mindestens 400 km um die Ohren zu hauen, so lang unsere Hintern noch frisch waren. Nach kurzen Check der Wetterlage starten wir kurz nach 09.00 Uhr in Richtung Jaca, wurden aber bereits nach wenigen Kilometern außerhalb Sabíñanigos erneut von einem Radrennen ausgebremst. Scheint inzwischen in Spanien Usus zu sein, Nationalstraßen wegen Radrennen zu sperren. Während der erzwungenen ca. 10 Minuten des Wartens, reihte sich eine Motorradgruppe nach der anderen hinter uns (wir hatten die Pole) ein. 

Unsere anfängliche Befürchtung, dass man ähnlich wie in Südtirol mit Massen von Motorradfahrern rechnen muss und du wegen der Grüßorgie das blaue Band im einhändigen Gasgriffahren bekommst, haben sich nicht erfüllt. Na gut wär eh ein sinnfreier Preis, außerdem war Sonntag und da fahren schließlich auch die Spanier nicht nur mit dem Fahrrad. Die Pyrenäen bieten offensichtlich so viel Platz, dass wir im Verlaufe der nächsten Tage mit ein paar wenigen Ausnahmen kaum auf Schwärme unserer Artgenossen treffen sollten.

So bogen wir zunächst, wie viele, kurz vor Jaca in Richtung Puerto de /Col de Somport (Somport-Pass) ab, verließen dann aber diese Hauptstrecke, um uns auf der HU-V-2201 Richtung Borau westlich in die Büsche zu schlagen. Bis Borau ein Teerband wie geleckt für den Biker.

Der Spaß sollte aber nur kurz währen, den ab Borau über Aísa bis nach Jasa, sollten sich Wolfis Blutgelüste nach Gelände/Schei . . . GS-Strecken endlich erfüllen. Der Mann hatte schließlich über ein Jahr darauf gewartet, seiner Fireblade ein weiteres Unterboden-Design aus Steinschlag, Dreck und Split verpassen zu können. Wir sollten ihm "seinen Wunsch" nicht nur einmal während der Tour erfüllen können. Immerhin arbeiten sich andere einen Wolf, um ihr Bike in eine Rattenverion umzuwandeln. So schlecht die HU-V-2201 auch teilweise war, lasst euch von den einschlägigen Karten nicht täuschen, man kann sie tatsächlich befahren und landschaftlich lohnen sich nicht nur die Ausblicke in die Sierra (Gebirgskette) de Aísa.

Urheberrecht W. Pfeuffer

Die Strecke hatten wir zwar 2008 schon mal befahren, davon wusste unser Wolfi aber nichts mehr. So gebannt von dem Anblick der Sierra (Gebirgskette) verfuhr er sich glatt in Richtung der beiden "Bergspitzen" und wäre quasi dem Ruf der Sirenen folgend, wahrscheinlich für immer "darin" verschwunden.

Martin sollte das verlorene "Lämmlein" wieder einfangen und aus den Klauen der "Sünde" retten, Patrick und mir bescherte es eine viertelstündige Pause . . . 

Ab dem Abzweigen auf die A-176 nach Hecho sollte dann aber der Asphalt wieder für schnelleres Fahren geeignet sein. "Leider" verpasste ich in Hecho die Abfahrt Richtung Ansó, sodass wir uns irgendwann Richtung Norden im Valle (Tal) del (des) Hecho entlang des Rio (Fluss) Aragón wiederfanden. 

Nachdem wir nach Hecho zurück gefahren waren, fanden wir mit der A-176 bzw. NA-176, über Hecho - Ansó - Roncal, doch unseren Weg Richtung Westen wieder. Beim freien Fahren auf dieser Strecke hauts dir die Kurven nur so um die Ohren. Spätestens jetzt sollte unser Tourenneuling Patrick bemerkt haben, was Fahren in den Pyrenäen bedeuten kann.

Schließlich sollte es für uns über das Roncal-Tal (Valle del Roncal) und über den Portillo del Eraice und den Col de la Pierre de St. Martin zum ersten Mal auf die französischen Pyrenäenseite gehen. Ich versuch mal kurz den französischen Pass ins Deutsche zu übersetzen: Pass des Steines des Heiligen Martin . . . des heiligen Martin sein Steinpass . . . irgendwie so . . . ich glaub ich sollte es bleiben lassen, bevor ich wie beim letzten Tourbericht wieder in die "Französische-Ortsnamen-Übersetz-bzw.-Erklär-Falle" gerate.

Jedenfalls hatten wir kaum den Einstieg mit den ersten Kurvenkombinationen gefunden, da passierte es. Patrick flog hinter Martin und mir aus der Kurve. Wir vorne haben davon zunächst nichts mitbekommen und so fuhren wir weiter bis auf die Passhöhe. Irgendwann merkt man aber dann doch, dass hinter einem keiner mehr nach kommt.

Ein Telefonat mit Wolfi sorgte für Klärung. Körperlich war nicht viel passiert, der Schaden an Patricks Maschine war allerdings derart, dass ein Weiterfahren damit nicht mehr möglich war. Die Entscheidung was zu tun wäre, war schnell gefallen. Patrick trat als Sozius bei Martin die Heimfahrt nach Sabíñanigo an. Mit dem Bikertransit sollten wir die defekte Maschine dann holen, um sie gleich am Montag der BMW-Motorradwerkstatt in Huesca zu präsentieren.

Ziel war es die Maschine möglichst schnell wieder fahrbereit zu bekommen, damit Patrick die Tour weiterfahren konnte, körperlich schien bei ihm soweit alles in Ordnung zu sein.

In dieser Situation zeigte sich wieder einmal, dass es richtig war auf das Konzept von Bikertransit zu setzen. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit, konnten wir die defekte Maschine innerhalb von 10 Minuten aufladen und die Rückfahrt nach Sabíñanigo antreten.

Ich weiß nicht wie es den anderen bei der "Rettungsaktion" ging. Ich jedenfalls hatte während der Hin- und Rückfahrt mächtig Spaß. Klar ich fuhr ja auch den Bikertranist an den Abgründen durch die Kurven . . . während die anderen meiner Fahrerei hilflos ausgesetzt waren.

Fazit: Natürlich warf der "Ausrutscher" und seine Folgen die komplette Tourplanung um, trotzdem hatten wir Spaß und das Beste daraus gemacht. Und das Wichigste: Patrick hatte keine schweren Verletzungen und schließlich war der erste Teil dieser Tagestour super verlaufen. Die Maschine würden wir schon irgendwie wieder fahrbereit bekommen, oder dafür sorgen, dass Patrick irgendwie weiter an der Tour teilnhemen konnte.

 

4. Tag - Montag, 07.09.2015

Tag der Entscheidungen

Nachdem wir die Maschine über Nacht gleich auf dem Bikertransit belassen hatten, hieß es heute alles zu unternehmen, damit Patrick die Maschine repariert bekam, um noch ein paar Touren in den Pyrenäen mit uns fahren zu können. Was genau passiert war können wir bis dato nur vermuten, weil wir den Grund des Sturzes noch nicht kennen, auch Wolfis Videoaufzeichnungen haben noch keine Klärung gebracht. Zu dem Zeitpunkt stand allerdings nicht die Analyse der Ursache, sondern der Schaden und dessen Behebung im Vordergrund. Der Sturz hatte dafür gesorgt, dass der linke Seitendeckel einen oder mehrere Risse hatte, der Fußschalthebel verbogen war und dass der Kontaktschalter für den Seitenständer komplett zerstört war. Letzteres war schließlich die Ursache dafür, dass die Maschine zunächst nicht mehr gefahren werden konnte.

Mit dem Bikertransit brachten wir also die Maschine zur BMW-Motorradwerkstatt 'Moto 2 Huesca' nach Huesca wo wir nach der Begutachtung des Schadens von Señor Marcial, Folgendes erfahren sollten: Der Motorrdeckel und der Fußschalthebel wäre in Madrid zu bekommen, den Kontaktschalter hingegen müsse man aus Deutschland kommen lassen. Die Teile aus Madrid könnten am morgigen Tag bereits in Huesca sein, der Kontaktschalter wäre frühestens am Donnerstag hier. Eigentlich ein "Todesurteil" für noch weitere Touren bis zu unserer Rückfahrt nach Hause am Samstag, weil da ja dann die Teile noch eingebaut werden müssen.

Nachdem man noch eine weitere Option getestet hatte, wurden die Teile schließlich doch in Madrid bestellt und für den Seitenständerschalter fand man mit einer Kombination aus Büroklammer, Elektroisolationsband und mehreren Kabelbindern eine adäquate Lösung um die Maschine zum Laufen zu bringen. Insgesamt war so die Chance höher, die Maschine bereits im Laufe des Mittwochs fahrbereit zurück zu bekommen.

Dann reichte der Rest des Tages noch für einige, kleine, aber feine Abstecher auf der Route von Huesca nach Sabíñanigo.

Urheberrecht M. Rösel

Urheberrecht W. Pfeuffer

Patrick musste dazu leider wieder einmal die Soziusposition bei Martin einnehmen. Wir wissen alle, was das für einen Motorradfahrer bedeutet. Aber sie nahmens beide mit Humor.

Schon auf der Fahrt über den Montrepos-Pass nach Huesca konnte man feststellen, dass abseits dieser Nord-Süd-Hauptverkehrsader durch die Pyrenäen, noch andere Streckenbefahrung möglich wären.

So nahm man sich diesen auf der Rückfahrt an. Eine dieser Strecken führte uns auf der HU-324 über Apiés parallel zur Autovia (mautfreie Autobahn) in Richtung Norden.

Eine weitere Strecke führte uns am Embalse (Stausee von) de Ergui vorbei, über Arguis in Richtung der Sierra (Bergkette) de Canones de Guara. Leider endete diese Strecke irgendwo hinter Belsue.

Hier war dann leider umkehren angesagt:

Urheberrecht K. Linke

Schließlich versuchten wir nochmal bei Hostal de Ipiés einen kleinen Abstecher bis nach Hause zu machen. Dazu war ursprünglich vorgesehen eine Schleife über Caldearenas zu fahren. Irgendwie endete auch dieser Versuch mit einer Umkehr, nachdem wir den Eindruck hatten, dass die in der Karte ausgewiesene Straße so nicht vorhanden war und eigentlich besser die Bezeichnung "ausgetrockenetes Flussbett" verdient hätte.

Urheberrecht M. Rösel

Ich persönlich war selten so froh wieder asphaltierten Untergrund unter den Rädern/Füßen zu haben.

Fazit: Nach dem recht ereignisreichen Tag, hatten wir uns den Abendausklang redlich verdient.

 

5. Tag - Dienstag, 08.09.2015

Tour Pyrenäen-West2/Los tres Caballeros

Wie bereits angesprochen sollte sich durch den Sturz die gesamte Tourplanung ändern. An dem Morgen sollten wir nun zu dritt in die eine Tour starten, weil Patrick sich entschloss vorläufig nicht nochmal den Sozius zu geben. So entschlossen Wolfi, Martin und ich uns, ein paar Bereiche zu fahren, die aus den bekannten Gründen zunächst nicht gefahren werden konnten. Und so trieb es uns ein weiteres Mal in den Westen.

Das erste Highlight des Tages sollte für uns das Kloster San Juan de la Peña werden. 

Urheberrecht M. Rösel

Zu den Mythen und Geschichten, die sich seit Jahrhunderten um das Kloster ranken, kann man seine eigenen Theorien haben.

Urheberrechte W. Pfeuffer/K. Linke

Dann war wieder gut mit Sightseeing und wir sollten in diese Streckenkombination einsteigen:

Die gewählte Strecke ist vorallem landschaftlich äußerst reizvoll. Man fährt praktisch durch etliche Schluchten, entlang der Flüsse Aragón-Subordán (Valle del Hecho) und dem Rio Veral (Valle del Ansó), abseits der bekannten Strecken in den Pyrenäen.

Urheberrecht W. Pfeuffer

Dabei kommt man unter anderem auch an der Burg von Biniés vorbei.

Fahrerisch sollten wir dann in der Provinz Navarra noch einige, richtige Brettchen vorgesetzt bekommen. Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass der Asphalt in Navarra "besser zu fahren" ist, als in Aragonien. Dies liegt aber an der Größe der Region Aragonien und ihrer zahllosen Strassen. Da kommt man wahrscheinlich gar nicht mehr mit dem Ausbessern hinterher. Es ist müßig hier alle Strecken zu beschreiben die wir an dem Tag genau gefahren sind. Deswegen greift man sich die Highlights raus. Hängen geblieben sind da die 13 Kilometer auf der NA-140 zwischen Belén und dem Abzweig zum Puerto de Larrau/Port de Larrau

Auf diesem fanden wir uns dann später schließlich auch noch ein. Ein sogenanntes Deppenzepter haben wir zwar nicht, trotzdem an dieser Stelle mal ein "Selbstportrait". 

Wie jedesmal, wenn wir oben waren, gabs klares Wetter mit einer wahnsinnigen Fernsicht in alle Richtungen.

Urheberrecht K. Linke

Unsere nächste Aufgabe bestand darin, eine Tankstelle zu finden und unsere Mägen etwas "zu beruhigen". Immer gehts halt doch nicht nach dem Prinzip "nur Kurven". Ohne lang suchen zu müssen fanden wir in Escároz am Rio Salazar beides in unmittelbarer Nähe. Die Zauberwörter hießen wie so oft bei den Touren Bocadillos de Jamón y Queso (spanische Fressflöten bestehend aus Baguette belegt mit Käse und Schinken) sowie Café con Leche (Milchcafé). Warum sollte man ohne Grund mit alten Gewohnheiten brechen?

Genauso verhielt es sich mit der uns bereits bekannten Strecke Navascués - Burgui. Diesmal wollten wir sie allerdings in die entgegen gesetzte Richtung fahren. Vorher sollten wir Neuland befahren. Ab Güesa gings für uns auf die NA-2130 entlang des Rio (Fluss) de Biniés bis Burgui. Im unteren Abschnitt der Strecke fährst du auf erstklassigem Asphalt in leicht geschwungenen Kurven den Flussverlauf entlang.

Zwischen Burgui und Navascués übernahm Wolfi wieder mal kurzzeitig die Führung. Die Strecke ist in diese Richtung "nicht wirklich anders", so als ob sie nur fürs Motorradfahren geschaffen worden ist.

Mit dem nächsten Highlight erfüllte ich mir einen persönlichen Wunsch: den Besuch der Arbayun-/Lumbier-Schlucht. Obwohl ich schon mehrmals in der Gegend war, hatte ich es bisher noch nicht geschafft dort vorbei zu schauen. Was ich verpasst habe, könnte man hier mit einem Verweis auf die zahlreichen Schnappschüsse aus dem Netz abtun, aber jeder sieht und fotografiert aus seiner Sicht. Jungs ich hab mich wirklich schwer getan, aus den sauguten Fotos die wir geschossen haben, das eine rauszufinden, dass die Schlucht, die der Rio Salazar hier gegraben hat, eindrucksvoll im Bild rüber bringt.

Urheberrecht M. Rösel

Schließlich sollten wir mit der NA-2200 in östlicher Richtung wiederum Neuland befahren. Irgendwie roch es bereits beim Einfahren in die Strecke ständig nach Klebstoff bzw. Farbe. Irgenwann stießen wir dann tatsächlich auf den Trupp der die Fahrbahnmarkierungen in unsere Richtung vornahm.

Auf der Hochebene hat man einen super Blick in den Osten der Pyrenäen . . . die Schnüffelei häts dazu nicht gebraucht.

Schließlich fanden wir uns nochmal an der Tankstelle an der N-240 ein. Nach ca. 300 km Tour sollten wir den Rest dieser Tour auf der N-240/N-260 über Berdún, Puente la Reina de Jaca, Jaca, heim nach Sabiñanigo fahren.

Fazit: Wieder einmal brachten die besonderen Reize einer Tour, die Pyrenäen abseits der uns bekannten Routen zu fahren.

 

6. Tag - Mittwoch, 09.09.2015

Tour östliche Pyrenäen

An dem Morgen warteten wir ungeduldig auf einen Anruf aus Huesca. Dieser sollte die Erlösung mit der Nachricht bringen, dass Patrick heute die Tour mit seiner eigenen Maschine fahren könne. Die Tour sollte deshalb gleich zu Beginn ein Stück weit in Richtung Huesca gehen. Leider brachte dann der Anruf nicht das gewünschte Ergebnis und lange Gesichter.

Urheberrecht W. Pfeuffer

Wir würden Patricks Motorrad erst am Abend bekommen können. Dies sollte uns nicht daran hindern eine "längere" Tour zu fahren. Patrick war diesmal wieder als Sozius bei Martin dabei. An dem kalten Morgen fuhren wir also zunächst auf dem neuen Teilstück der N-260 von Sabíñanigo nach Fiscal. Dabei "begleiteten" uns auch ein paar Artgenossen aus Nordrhein-Westfalen. Dadurch bekam dieser Tourabschnitt bis Boltaña eine "gewisse Würze". An einer Tankstelle versorgte man sich wieder einmal mit aktuellem Kartenmaterial. 

Dann schlugen wir uns wieder abseits der großen Straßen in die "Pyrenäen-Büsche", diesmal in südlicher Richtung auf der A-2205. Einen Teil der Strecke sind Martin und ich bereits bei der Tour 2004 gefahren. Damals hatten wir in dem kleinen Bergort Latorrecilla ein kleines Ferienhaus angemietet von dem aus wir unsere damaligen Touren starteten. Darunter auch eine Tour, die uns an einem Tag bis an den Atlantik und zurück führte. Die Tour sorgt in unserer Erinnerung heute noch für Gesprächsstoff. Zum Einen wegen ihrer Länge, zum Anderen wegen gewisser Begebenheiten.

Diesmal jedoch andere Tour, andere Geschichte, andere Länge . . . wir werden sehen.

Die A-2205, eine Nord-Süd-Verbindung durch die Sierra de Guara, nicht unbedingt ein Prachtstück spanischer Teerkunst, aber landschaftlich wieder mal ein richtiger Fingerablecker. Auf ihr fährt man die Collados de Eripol und de San Caprasio.

Urheberrecht M. Rösel

Im Bereich zwischen Asque und Colungo überquert eine Brücke die Schlucht von (Barranco de) Barricolla.

Urheberrecht W. Pfeuffer

Man hätte das Teil auch direkt über die Schlucht als direkte Verbindung von Asque nach Collungo bauen können. Es erschließt sich manchmal nicht der Sinn warum man hier noch ein paar Straßenschwingungen zusätzlich einbaut. Uns als Motorradfahrer kanns nur erfreuen . . .

Urheberrecht W. Pfeuffer

Hinter Colungo wird dann aus der A-2205, die A-1299. Diese schwingst du bis über Abiego hinaus in endlosen Links-Rechts-Kombinationen bis man auf die N-240 nach Barbastro trifft. Letzeres hätte man eigentlich umfahren können, war auch so gedacht. Aber ich hatte wieder einmal einen Abzweig verpasst. So bekommt man wenigsten mit, dass es auch in Barbastro eine quicklebendige Altstadt gibt.

Die weitere Tourführung sah jetzt vor an der südlichen Staumauer des Embalse (Stausee von) de Grado entlangzufahren,

Urheberrecht W. Pfeuffer

um anschließend auch noch ein Stück des westlichen Ufers des Embalse (Stausee) de Barrasona mitzunehmen. Die Strecke führte uns nach Graus. Ab da sollten wir durch das Isábena-Tal nach Bonansa reiten. Wie vor bei der Tour vor zwei Jahren kamen wir durch den Abschnitt mit den Tunnels und der Schlucht, nur diesmal eben aus der entgegen gesetzten Richtung. Somit hatten wir hier den Anschluß an die 2013ner Pyrenäentour und die Strecke verliert aus dieser Richtung nicht an Reiz.

Am Ortsschild von Bonansa musst du eigentlich ein Foto machen. nachdem wir dies aber bereits 2013 (damals noch mit Rainer als 4ten Mann) geschossen hatten, brauchten wir kein weiteres und fuhren dann kurz zum Tanken nach Katalonien.

Diesmal sollte es endlich gelingen. Den Collado de Espina und den Collado de Fadas ohne Regen zu fahren. Schließlich kamen wir dieses Mal auch überraschend aus der anderen Richtung. Zu unserer Freude war der Fahrbahnbelag ziemlich neu . . . und je weiter wir auf dem frisch Geteerten fuhren, desto näher kamen wir wieder mal einem Bautrupp. Bis der Belag langsam in Rollsplitt überging, der uns mindestens 15 Kilometer bis nach Castejón de Sos begleitete. Eigentlich ist es zum Verzweifeln. Ich kann mich nicht erinnern die beiden letztgenannten Pässe jemals unter idealen Bedingungen gefahren zu sein.

Aber ideale Bedingungen sind immer die, mit denen man als Motorradfahrer gerade konfrontiert ist.

Schließlich wurde es asphalttechnisch ab Castejón de Sos wieder wesentlich besser und wir konnten uns auf die Abfahrt durch das Congosto de Ventamillo freuen. Es handelt sich dabei um eine weitere Schlucht, diese hatte der Rio (Fluss) Esera aus dem Fels gefressen. Aus dieser Richtung gefahren wirkt die Strecke noch besser auf einen ein, weil man das Gefühl hat direkt am Abgrund entlang zu fahren.

"Dann passierte etwas, dass uns wieder einmal die Nackenhaare zu Eis gefrieren ließ."

Es dürfte wohl die engste Stelle der Schlucht gewesen sein an der sich zwei entgegen kommende Lkw-Fahrer begegnet sind. Wir dachten schon das wars und wir müssten den eben hinter uns gelassenen Rollsplitt auch gleich wieder in die andere Richtung fahren, um dem hier drohenden Desaster zu entgehen.

Es geht ja schon mal damit los, dass man mit dem Lkw diesen Felstunnel durchfährt und das ist nicht der einzige auf der Strecke. Is eh schon knapp, aber dann auch noch im Begegnungsverkehr ein anderer Lkw. Keine Ahnung wie die Jungs es geschafft hatten hier aneinander vorbei zu kommen, aber für so ne Show zahlst du anders wo horrente Eintrittspreise.

Für uns gings indes weiter in Richtung Westen. Schließlich stand noch ein Schmankerl auf dem unserem Tourenprogramm: Die Befahrung des Añisclo-Canyons. Vorher hatten wir noch die schnelle Strecke auf der N-260 nach Aínsa.

In Aínsa angekommen hatten wir bereits über 280 Kilometer auf der Uhr. Deshalb stellte sich hier die Frage:

Gehd nu wos?!

Als Antwort bekam ich zu hören:

Ä bisslä wos gehd immä!!

Wir sollten unsere Entscheidung doch noch den Canyon zu fahren nicht bereuen. Auf den über 10 Kilometern durch die Schlucht, bekommst du nicht nur als Motorradfahrer den Mund nicht mehr zu. Die Schlucht kann nur von einer Richtung durchfahren werden und zwar von Osten aus Richtung Escalona kommend gen Westen. Wegen der fortgeschrittenen Zeit hatten wir bei der Durchfahrung kaum Begleiter. Hier einige Eindrücke dazu:

Der Rückweg über Buerba und Galsué ist vom Asphalt her nicht so prickelnd. Aber der Blick zurück lohnt sich allemal.

Urheberrecht K. Linke

Jetzt wurde es langsam Zeit, nach Huesca zu kommen, um Patricks fertige Maschine in Empfang zu nehmen. Von Aínsa nach Huesca warens dann nochmal über 100 Kilometer. Die flogen wir über die klassische Route A-138 entlang der Westufer der Stauseen (Embalse) von (de) Mediano und Grado zunächst ins im Süden gelegene Barbastro. Von da ab gings relativ schnell das letzte Stück über die A-22.

Und dann hatte Patrick endlich seine Maschine wieder.

Schließlich gings noch zurück "nach Hause" ins Villa Virginia Sabíñanigo. Ach ja, nur so nebenbei . . . am Ende des Tages waren 515 Kilometer gefahren.

Fazit: Patrick und Martin sind mindestens 450 Kilometer der Tour auf Martins Maschine gefahren. Dieser Leistung von beiden ist höchster Respekt zu zollen.

 

7. Tag - Donnertag, 10.09.2015

Tour Pyrenäen-West3

An dem Tag sollte es für uns zum dritten Mal nach Westen gehen. Da wurde es dann schon anspruchsvoll, Strecken zu finden, die man bisher nicht gefahren ist. Nachdem Patrick die möglichen Strecken in der Region Navarra nicht kannte, sollten wir eben diese teilweise noch einmal fahren.

Um es schneller in den Westen zu machen, bleibt dir fast nichts anderes übrig, als die N-260/A-21 zu nutzen. Unser Einstieg in Richtung Navarra erfolgte mit dem Abbiegen auf die A-137 bei Sigües in das Flusstal des Rio Esca. Die A-137, die Richtung Norden zur NA-137 wird, führt einen im unteren Bereich zwischen Sigües und Burgui durch eine weitere Schlucht und ab Burgui in weit geschwungenen Kurven über Roncal nach Isaba, wo wir erneut die NA-140 rocken wollten. In dem Bereich kam uns auf unserer Straßenseite etwas entgegen, dass man durchaus für einen Sumo-Ringer hätte halten können. Wir wissen nicht, warum man hier bei solchenTermperaturen oberkörperfrei herum läuft.

Schließlich bogen wir in die besagte NA-140 ein. Leider war die Strecke an dem Morgen nicht ganz trocken, sodass wir sie nicht ganz so exzessiv genießen konnten, wie 2 Tage vorher. Es hinderte Wolfi und Patrick nicht ein Stück weit voraus zu fahren. Wir trafen sie an der Kreuzung zur NA-2011, welche zum Puerto de Larrau führt, wieder.

Nach einer kurzen PP fuhren wir weiter auf der NA-140. Nur falls ihr euch gerade wundert, warum ich von dem Tag kaum Fotos eingestellt habe . . . es gibt nur wenige, weil wir einfach keine Zeit hatten, ausreichend zu schießen.

Dies lag eindeutig an den Schwingungen die uns die NA-140 bis Aribe verpasst hat. Auf den knapp über 30 Kilometern hat es uns die Kurven nur so um die Ohren gehauen. Unser nächstes Zwischenziel sollte die NA-2040. Die sollten wir kurz hinter Aribe erreichen. Die NA-2040 steht vom Kurvenanspruch der NA-140 in nichts nach, landschaftlich kommt allerdings die Fahrt entlang des Itoiz-Stausees (Embalse de Itioz) hinzu. Auch hier ergab die Kombination aus Kurven und Landschaft irrsinnige Ausblicke.

Das nächste Ziel sollte jetzt die Pilgerkirche Santa Maria de Eunate sein.

Urhberrecht K. Linke

Die Kirche und das nahegelegene Puente la Reina sollten der westlichste Punkt der diesjährigen Pyrenäentour und gleichzeitig der Wendepunkt der Tagestour sein.

Das Besondere an der Kirche ist ihre achteckige Bauweise und ihr außenliegender, ebenfalls achteckiger Umgang.

Urhberrecht K. Linke

Wieder mal wollten wir, diesmal in Puente la Reina, Mittag machen. Bei dem von uns angesteuerten "Restaurant" bekamen wir eine Absage der unfeinen Art. Angeblich gäbe es nichts zu Essen, weil eine geschlossen Veranstaltung zu bewirten wäre. Beim Gang auf Toilette konnte ich nicht feststellen, dass hier irgendeine geschlossene Veranstaltung war. Zudem waren die Tapas/Pintxos-Schalen an der Theke gut gefüllt. Na gut, dann sollte es einfach nur was zu Trinken sein. Die Bestellung lautete stilles Wasser. Normalerweise bekommst du dann ausreichend für alle. Als der Wirt wieder kam, hatte er eine 0,25 Liter Plastikflasche in der Hand. Eine 0,25 Liter Flasche für uns 4. Irgenwann is gut mit dem Blödsinn. Ich schickte ihn nochmal rein, um die restlichen 3 Flaschen für uns zu holen. Insgesamt hatten wir dann 5 Flaschen, mit dem Wirt. Nur bei ihm handelte es sich um eine sogenannte "Flasche leere". Der Flasche haben wir dann auch noch 4 Euro "hingelegt".

Wir bitten darum, es uns zu sagen, wenn die Bewirtung von Motorradfahrern, aus welchen Gründen auch immer, nicht gewollt ist. Wer weiss letztendlich wozu es vielleicht sogar gut war, dass wir bei dem unfreundlichen "Vollpfosten" nichts bekommen haben . . .

Das Problem der Nahrungsaufnahme war damit aber immer noch nicht gelöst. Die Lösung sollte sein, dass wir auf der weiteren Fahrt nochmal mit Mittag versuchen wollten. Demnach zogen wir eine südliche Schleife über Mendigorria und Tafalla. Da wir in Sangüesa auch Tanken wollten, versorgten man sich im naheliegenden Supermarkt auch gleich mit Essbarem.

Während ich draußen wartete, kam ich mit einem Pilger vor dem Supermarkt ins Gespräch. Nach seinem Äußeren zu urteilen, hätte man annehmen können, dass es sich um einen Obdachosen handelt. Da er nur wenig Deutsch konnte, versuchten wir es auch in anderen Sprachen. So erfuhr ich im Laufe der Unterhaltung, dass er schon zum neunten Mal auf Pilgerfahrt war. Auf meine Frage, wie es ihm ginge und ob es ihm gut gehe, bekam ich die Antwort:

"Mir geht es gut . . . ich lebe"

Clong . . . aufgewacht. Da war es wieder, das Männlein mit dem Hammer, dass dir auf den Kopf haut, in dem sich der Blumenkohl befindet, von dem du glaubst, dass er ein Gehirn ist.

Ich hatte während der restlichen Touren noch genug Zeit über diesen Satz nachzudenken. In seiner Schlichtheit beinhaltet der Satz für mich Elementares. Die Interpretation des Satzes sagt letztendlich nichts anderes aus, als dass es unsere Gesellschaft vergessen hat die kleinen, einfachen Dinge des Lebens zu schätzen. Man will immer mehr und mehr, was letztendlich zu den Problematiken führt mit denen unsere "Zivilisation" zu kämpfen hat. Wenn man dann noch an die Menschen denkt, die mit nichts als ihrem nackten Leben vor ihrem zu Hause flüchten, weil sie dort nur noch Krieg, Tod und Folter zu erwarten haben, dann nimmt dieser Satz erst richtig Fahrt auf.

Sind es diese Momente und Begegnungen, von denen so viele Zurückgekehrte des Caminos sprechen? Wirken diese Momente über den Augenblick hinaus? Solche Äußerungen wie mein "Lieblingssatz", "Stillstand ist Rückschritt" bekommen dann auch noch eine ganz andere Bedeutung.

Arroganz/Ignoranz gepaart mit Dummheit ist gefährlich.

Als wir durch Sangüesa fuhren, stellten wir fest, dass die Stadt für die Feierlichkeiten um die Stierläufe umgebaut worden war. Da gab es Holzbarrikaden, Durchlässe, Fluchttreppen und -türen, und vieles mehr, damit man dem freigelassenen Tier entkommen konnte.

Für uns gings derweil über die A-127 vorbei an Sos del Rey Católico und die A-1601 entlang des Stausees von Yesa (Embalse de Yesa) weiter in Richtung Sabíñanigo. Zunächst einsetzender aber noch leichter Regen, steigerte sich ab Jaca bis ins Hotel zu einer Sturzflut. Es war höchste Zeit die Tour an dem Punkt zu beenden.

Fazit: Bei der Tour "spürten wir eine Erschütterung der Macht". Diesmal aber ohne, dass unser junger "Padawan" einen erneuten "Ausrutscher" hinnehmen musste. Die navarresischen Pyrenäen sollten wir zusammen mit dem Baskenland bei einer eigenen Tour die nächsten Jahre fahren.Wenn es nach den einschlägigen Karten geht . . . da geht noch was.

 

8. Tag - Freitag, 11.09.2015

Tour Pyrenäen-Nord/französische Pyrenäen

Was wäre es für eine Tour gewesen, wenn wir in derem Verlaufe nicht einmal die französische Seite der Pyrenäen gefahren wären. Geht gar nicht, die namhaften Pässe wie den Tourmalet oder den Col d'Aubisque liegen zu lassen. Die letzte Chance hatten wir an unserem letzten Tourentag, denn tagsdarauf sollte es wieder in die Heimat gehen.

So fuhren wir wieder einmal zunächst nach Osten die Strecke Sabíñanigo - Aínsa und im weiteren Verlauf dann nach Norden, um den Bielsa-Tunnel nach Frankreich zu nehmen. Auf der spanischen Seite tankten wir nochmal den günstigeren spanischen Sprit, in der Hoffnung in Frankreich nur noch wenig nachfüllen zu müssen.

Nach passieren des knapp über 3 Kilometer langen Tunnels schwangen wir Richtung Arreau ab und Patrick machte seine ersten Kilometer auf dem Mopped in Frankreich.

Vor Arreau wichen wir wieder mal von der Hauptstrecke ab um den Hourquette d'Ancizan zu fahren. Der Pass mit dem Zungenbrechernamen, sollte uns davor bewahren, durch Arreau fahren zu müssen, um in Richtung Tourmalet zu kommen. Schon bei der Auffahrt hatten wir super Ausblicke zurück

Urheberrecht K. Linke

und mit Passieren des Hourquette weitere, landschaftliche "Zungenschnalzer"

Urheberrecht W. Pfeufer

Dass wir auf dieser Route (D113) den Col d'Aspin verpassen, hat wirklich niemand bemerkt, bzw. gestört. Im unteren Bereich kamen wir noch am Lac de (See von) Payolle vorbei. Hier bogen wir wieder auf die Hauptstrecke (D918) in Richtung Tourmalet ab.

Schließlich sollte sie uns zum höchsten, asphaltierten Straßenpass in den Pyrenäen bringen. Schon bei der Auffahrt kamen uns obskure Lebensformen entgegen bzw. kreuzten unseren Weg. Schafe und Ziegen erwartet man da ja fast, Esel (rechts) schon eher weniger. Als wir dann auch noch auf Lamas bzw. Alpakas stießen, war unser Erstaunen und auch unser Unverständnis groß. Wieso erlaubt man hier die Biologische Invasion? Da kann man darauf warten, dass man sich irgendwann bespucken lassen muss.

Im Gegensatz dazu war unser Erstaunen nicht groß, als wir oben auf dem Tourmalet von Menschenmassen "empfangen" wurden.

Es ist offensichtlich egal, wann du da hoch kommst, es ist immer was (zuviel) los. Diesmal sogar extrem, weil holländische Amateurradfahrer die Westrampe "mit ihrem Schweiß und Blut tränkten". Wie wir wissen sind Holländer ja besonders leidensfähig.

Spaß beiseite . . . höchsten Respekt für alle, die ohne gedopt zu sein, da hochkurbeln.

Das einzige was Radfahrern bei derart schwierigen Verkehrslagen fehlt ist Disziplin. Nämlich die, sich nicht dauernd selbst zu gefährden und sich an die Verkehrsregeln zu halten.

Der Ausblick vom Tourmalet in Richtung Westen entschädigt da für Vieles.

Urheberrecht W. Pfeuffer

Urheberrecht W. Pfeufer

Am westlichen Fuße des Tourmalet sollten wir im "La Coquelle" dann unser Tourabschlussessen zu uns nehmen. 

Wir hatten dort bereits 2008 diniert. Die Chefin resolut, das Essen hervorragend, genau das was wir gewohnt sind . . .

Wir waren jedoch noch längst nicht am Ende der Tour, vorallem dann nicht, wenn man noch einen Talkessel und so einen Pass, wie den Aubisque vor sich hat.

Wir hatten uns an dem Tag den weniger bekannten Cirque de (Talkessel von) Troumouse ausgesucht.  

Urheberrecht K. Linke

Sein westlich gelegener Bruder der Cirque de Gavarnie ist wesentlich besser bekannt und auch entsprechend auf Wiki beschrieben. Den konnte man allerdings angeblich nicht ganz bis zum Ende fahren. Auf der vergleichbaren Tour von 2008 hatten wir leider keinen von beiden geschafft. Also diesmal wenigstens den Troumouse.

Um da hinzukommen muss man von der möglichen Abzweigung dem Ort Luz-Saint-Sauver immerhin einfach knapp 30 Kilometer "bis zum bitteren Ende" fahren.

Urheberrecht W. Pfeufer

"Leider" mussten wir den ganzen Weg  aus dem Talkessel heraus, wieder zurück fahren.

Urheberrecht W. Pfeufer

Unsere nächsten Ziele hießen Col de Soulor und Col d'Aubisque. Die sollten wir diesmal auf "Umwegen" erreichen. Umwege heißt andere "Heranfahrensweise". Man hätte die Pässe auch über die herkömmliche Route (D921/D918) über Argèles-Gazost erreichen können. Diesmal sollte es aber für uns über die uns unbekannte Umfahrung D13 gehen.

Dann befuhren wir endlich die Strecke zwischen Col de Soulor und Col d'Aubisque

und endete mit einem Café au lait am Aubisque bei herrlichen Aublicken in den Westen, dort senkte sich die Sonne bereits gen Horizont.

Urheberrecht K. Linke

Leider mussten wir dann doch noch zum Tanken nach Laruns "abfahren", bevor wir uns auf den Rückweg über dem Col du Pourtalet nach Spanien machten. Wir tankten jedoch gerade soviel, dass es einige von uns ins ca. 70 Kilometer entfernte Sabíñanigo schafften.

Wir wussten nicht, dass an dem Wochenende auf der spanischen Seite ein BMW-Motorradtreffen stattfand. Dies sollte zu "Begegnungen" führen:

Auf dem Weg nach Spanien folgten wir einer größeren Gruppe spanischer Motorradfahrer.

Mit der Gruppe standen wir eine Weile mitten in zwei "Almabtrieben" von Schafen.

Urheberrecht M. Rösel

Nahezu die gesamte Strecke ab der Grenze nach Hause verbrachten wir im Grüßmodus, weil uns Myriaden von BMW-Fahrern entgegen kamen. Eine wahre Orgie. Doch noch das blaue Band im einhändigen Gasgriffahren "reißen" können, wenn es denn die Auszeichnung geben würde.

Einem besonders aufdringlichen "Artgenossen" mussten wir bei seinem mörderischen Überholmanöver "Manieren beibringen". Er wurde von uns "eskortiert", damit ihm nicht auch noch was passiert. Wir hoffen die "Lektion" bleibt ihm in seinem erbsengroßen Blumenkohl gespeichert.

Und dann war die Tour Pyrenäen-West 2015 mit Erreichen unseres zeitweisen Heimatortes Sabíñanigo, von tourenmäßiger Seite her "plötzlich" beendet. Natürlich ließen wir unseren letzten Abend dort angemessen ausklingen.

 

9./10. Tag - Samstag/Sonntag, 12./13.09.2015

Rückfahrt Sabiñánigo - Nürnberg

Am Tag der Rückreise sollten wir uns mit der Abfahrt Zeit lassen. Schließlich wollten wir in Nürnberg nicht vor Sonntag früh um 6 Uhr ankommen.

Wir wählten diesmal nicht die gleiche Strecke wie bei der Anfahrt, sondern fuhren auf der spanischen Seite Richtung Osten, um dann die Pyrenäen über die Küstenautobahn A7 zu überqueren nach Port Leucate.

In Port Leucate war noch ein Aufenthalt geplant, um dort evtl. Fisch zu bekommen. Bei der letzten Pyrennäentour vor 2 Jahren waren wir dort zwar vorbei gekommen, sind dann aber unverrichteter Dinge weitergefahren.

Kalte Muscheln und Austern sind nicht jedermanns Sache. Diesmal sollte es Wolfi und mir vorbehalten sein, das Glibberzeugs zu essen.

Urheberrecht W. Pfeufer

Patrick und Martin übernahmen dabei den angeekelten Part. Man muss das schon mögen, ums zu essen.

Urheberrecht W. Pfeufer

Schließlich gabs nur noch eine Überraschung bei der Rückfahrt und zwar mitten in der Nacht irgendwo in Frankreich. Dem Jubilar brachte man ein überraschendes Geburtstagständchen . . .

"Hättet ihr mal vorher geübt, ihr Zipfel!"

Danke für eure kurzfristig geplante "Geburtstagsüberraschungsparty" zu meinem 50sten.

Irgendwann sollte auch diese Heimfahrt enden und so waren wir kurz vor 06.00 Uhr wieder zu Hause in Nürnberg.

Das Abladen der Maschinen ging inzwischen genauso schnell und reibungslos von der Hand, wie das Aufladen. 

Das Wichtigste überhaupt war, dass wir alle wieder einmal gesund und voller Geschichten, zu unseren Lieben nach Hause zurück gekehrt sind.

 

F a z i t

Diesmal ist es einfacher ein Fazit zur Gesamttour zu ziehen. Die westlichen Pyrenäen stehen ihrem Pendant im Osten um nichts nach. Wenn man überhaupt von einem Gegenpart sprechen kann, dann sind es manchmal die "anderen" Straßenverhältnisse, aber landschaftlich . . .

Auf der spanischen Pyrenäenseite kann man auf Vorschläge treffen, welche Geschwindigkeit man in bestimmten Kurvenbereichen "anlegen" sollte (Richtgeschwindigkeit). Die sind eigentlich inakzeptabel . . . außer man ist dort mit dem Bobbycar unterwegs.

Wieder hat man neue Einblicke für kommende Touren gewohnen, es wird nicht die letzte Tour in den Pyrenäen gewesen sein, auch wenn die nächste etwas auf sich warten lassen könnte.

Die Tour wurde letztendlich bestimmt von dem einen Ereignis am ersten Tourtag. Trotzdem kam das Fahren nicht zu kurz. Immerhin hatten wir auf den über 2000 Kilometern der Tour mächtig Spaß. Teamfahren bedeutet immer Kompromiss, mit dem passenden Team packst du alles.

Ideale Bedingungen sind immer die, mit denen man als Motorradfahrer gerade konfrontiert ist.

Es macht keinen Sinn, sich über das was passiert ist oder gerade passiert aufzuregen. Man muss versuchen das Beste aus der jeweilgen Situation zu machen. Letztendlich läßt es sich mit einer Abwandlung des einen kleinen Satzes des Pilgers sagen:

"Wir sind die Pyrenäen gefahren . . . wir haben gelebt . . . uns ging/geht es gut"

Stand: 11.10.15

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